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NACH DER GENERALSANIERUNG GEMEINSAM WEITER PENDELN

Mitfahrcommunity bergisch.move entwickelt sich zum regionalen Mobilitätsökosystem für Unternehmen, Kommunen und Beschäftigte

Kaum endet die Generalsanierung der Bahnstrecke zwischen Düsseldorf und Hagen, stehen Pendler:innen im Bergischen Städtedreieck bereits vor den nächsten Einschränkungen. Direkt im Anschluss an die Wiederaufnahme des Regional- und Fernverkehrs wird die S-Bahn-Strecke Düsseldorf-Wuppertal-Hagen in zwei Bauphasen gesperrt. Betroffen sind zahlreiche Verbindungen der Linien S8, S9, S28 und S68. Für viele Berufspendler:innen bedeutet das erneut längere Reisezeiten und Umstiege auf Schienenersatzverkehr.

Als zusätzliche Mobilitätsoption steht Pendler:innen seit Anfang März die regionale Mitfahr-Community bergisch.move zur Verfügung. Das Angebot wurde von der Neuen Effizienz gemeinnützige GmbH im Rahmen des Projekts koop.mobil entwickelt und verfolgt das Ziel, Menschen im Bergischen Städtedreieck dauerhaft beim nachhaltigen Pendeln zu unterstützen.

Erneute Einschränkungen für tausende Pendler:innen

Die Deutsche Bahn wird vom 10. Juli bis zum 07. August, sowie vom 21. August bis zum 04. September 2026 umfangreiche Arbeiten an der S-Bahn-Infrastruktur durchführen. Modernisiert werden unter anderem die Bahnhöfe Wuppertal Hauptbahnhof, Vohwinkel, Barmen, Oberbarmen, Haan-Gruiten und Schwelm.

Während der Bauphasen entfallen zahlreiche S-Bahn-Verbindungen vollständig oder teilweise. Es werden wieder Ersatzbusse eingesetzt. Während Regional- und Fernverkehr nach dem Ende der Generalsanierung wieder planmäßig verkehren, müssen sich viele Menschen im Nahverkehr erneut auf Einschränkungen einstellen.

bergisch.move ergänzt bestehende Mobilitätsangebote

Bereits die vergangenen Monate haben gezeigt, wie anfällig bestehende Mobilitätsstrukturen bei größeren Baustellen sein können. Überfüllte Ersatzbusse und lange Fahrtzeiten waren als besondere Belastungen für Pendler:innen vielerorts spürbar. Die Mitfahr-Community bergisch.move bietet hierfür eine ergänzende Lösung. Nutzer:innen können Fahrgemeinschaften für regelmäßige Arbeitswege aber auch einzelne Fahrten bilden, in dem sie freie Plätze im eigenen Fahrzeug anbieten oder passende Mitfahrgelegenheiten bei anderen Fahrer:innen finden. Durch intelligentes Routen-Matching werden Menschen mit ähnlichen Arbeitszeiten und Pendelwegen vernetzt.

Stadt Wuppertal will teilnehmender Arbeitgeber werden

Ein wichtiges Signal für die Weiterentwicklung des Projekts kommt von der Stadt Wuppertal: Der Verwaltungsvorstand hat beschlossen, dass die Stadt künftig als teilnehmender Arbeitgeber bei bergisch.move mitmachen soll. Die Umsetzung erfolgt vorbehaltlich der Genehmigung des städtischen Haushalts.

Als einer der größten Arbeitgeber in der Region kann die Stadt Wuppertal dazu beitragen, das Netzwerk potenzieller Nutzer:innen deutlich zu erweitern und neue Fahrgemeinschaften zu ermöglichen. Gleichzeitig unterstreicht die Entscheidung die zunehmende Bedeutung des Betrieblichen Mobilitätsmanagements für öffentliche Arbeitgeber.

Unternehmen aus der Region engagieren sich bereits

Mit KNIPEX und der Gebrüder Jaeger GmbH beteiligen sich bereits namhafte Arbeitgeber aus der Region aktiv an bergisch.move. Damit wächst ein Netzwerk unterschiedlicher Branchen und Beschäftigungsgruppen, die gemeinsam neue Wege im Betrieblichen Mobilitätsmanagement erproben.

Der Wuppertaler Werkzeughersteller KNIPEX, der als weltweit führender Hersteller von Zangen rund 1.800 Mitarbeitende am Standort Wuppertal beschäftigt, ist von Anfang an dabei. Ebenfalls Teil der Community ist jetzt die Gebrüder Jaeger GmbH aus Wuppertal-Ronsdorf. Das Familienunternehmen entwickelt und produziert seit über 100 Jahren technische Textil- und Kunststoffkomponenten unter anderem für die Bau- und Automobilindustrie und steuert von Wuppertal aus internationale Aktivitäten.

Die Beteiligung dieser Unternehmen zeigt, dass nachhaltige MitarbeitendenMobilität sowohl für produzierende Industrieunternehmen als auch für Dienstleistungsunternehmen zunehmend an Bedeutung gewinnt. Je mehr Arbeitgeber und Beschäftigte sich beteiligen, desto größer wird das Netzwerk und desto leichter lassen sich passende Fahrgemeinschaften finden – auch über Unternehmensgrenzen hinweg. Auf diese Weise entsteht schrittweise eine organisationsübergreifende Mobilitätsgemeinschaft für das gesamte Bergische Städtedreieck.

Mehr als eine Mitfahr-Community: Aufbau eines regionalen Mobilitätsökosystems

bergisch.move soll langfristig mehr sein als ein digital organisiertes Mitfahrangebot. Im Rahmen des Projekts koop.mobil entsteht schrittweise ein regionales Mobilitätsökosystem das Unternehmen, Kommunen und Beschäftigte miteinander vernetzt und neue organisationsübergreifende Mobilitätslösungen ermöglicht. Ziel ist es, eine gemeinsame Grundlage für modernes betriebliches Mobilitätsmanagement im Bergischen Städtedreieck zu schaffen. Arbeitgeber sollen künftig stärker zusammenarbeiten können, um nachhaltige Mobilitätsangebote für ihre Beschäftigten zugänglich zu machen.

Die Mitfahr-Community bildet dafür den ersten Baustein. Perspektivisch sollen weitere Angebote hinzukommen, die unterschiedliche Verkehrsmittel miteinander verknüpfen und nachhaltige Mobilität im Alltag einfacher machen. Geplant sind unter anderem innovative Angebote wie temporäre Pop-Up-Mobilstationen, die direkt zu Unternehmen, Quartieren oder Gewerbegebieten gebracht werden können, um geeignete Standorte für dauerhafte Mobilstationen zu erproben.

Beitrag zur Mobilitätswende im Bergischen Städtedreieck

Das Projekt verfolgt ein klares Ziel: mehr Mobilitätsoptionen für die Menschen in der Region und gleichzeitig weniger motorisierten Individualverkehr. bergisch.move trägt dazu bei

• Pendelkosten zu senken,
• Straßen und Parkflächen zu entlasten,
• CO2-Emissionen zu reduzieren,
• Arbeitgeberstandorte besser erreichbar zu machen,
• die Vernetzung zwischen Unternehmen zu stärken und
• die Widerstandsfähigkeit des regionalen Mobilitätssystems zu erhöhen.

Gerade während der anstehenden S-Bahn-Sperrungen wird sich wieder zeigen, wie wichtig flexible und gemeinschaftliche Mobilitätsangebote als Ergänzug zum öffentlichen Nahverkehr sein können.

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